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1 DER FÜNFFÄLTIGE DIENST NACH EPHESER 4,7-16

Der Begriff „fünffältiger Dienst“ wird, wie bereits erwähnt, aus Epheser 4 abgeleitet. Da Paulus hier die fünf Dienste gemeinsam nennt und sie in einen größeren Zusammenhang einordnet, kann der Text als Grundlage für die Untersuchung des Themas herangezogen werden. Aus der Beschäftigung mit unserem Abschnitt entsteht folgendes Schaubild, welches als Grundlage zur Gliederung dient:



1.1 DER URSPRUNG
Betrachtet man den Abschnitt zunächst als Ganzes, fällt auf, dass er mit Hinweisen auf Jesus Christus eingerahmt ist. Am Anfang geht es um die Gnade, die jedem einzelnen Menschen persönlich zukommt. Am Ende geht es um das, was Jesus in der Gemeinde bewirkt. Diese Struktur weist darauf hin, dass es um etwas geht, was Jesus in Liebe an seinem Leib, der weltweiten Gemeinde vollbringt, was dann positive Auswirkung auf jeden Einzelnen hat.

Paulus weist mit dieser Gliederung bereits darauf hin, dass der Ursprung des fünffältigen Dienstes in Jesus selbst liegt. Er hat die einzelnen Dienste als Geschenke an die Menschen gegeben.

Die Dienste wurden von Jesus das erste Mal gegeben, nachdem er in den Himmel zu seinem Vater aufgefahren war. Er ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Mensch auf der Erde unterwegs, es ist vielmehr sein Ziel alle Sphären auszufüllen.

Kaldewey formuliert diese Tatsache folgendermaßen:
„Es gibt ein Haupt im Himmel, das ist Jesus Christus, der Auferstandene und Erhöhte. Dieses Haupt hat einen Leib, durch den er sich ausdrückt und handelt. Dieser Leib ist die Gesamtheit der Christen und befindet sich auf der Erde.“

Kaldewey stellt in dieser Aussage die Verbindung zwischen Haupt und Leib her und weist dabei bereits auf den Sinn des fünffältigen Dienstes hin. Diesem wenden wir uns jedoch erst nach einer kurzen Betrachtung der einzelnen Dienste zu.

1.2 DIE FÜNF DIENSTE
Mit den Diensten werden hier besonders begabte Personengruppen bezeichnet, die ihrerseits als Geschenke für die Menschheit gegeben wurden. In der Darstellung der Dienste fällt die Aufzählung der einzelnen Personengruppen auf. Der Grund, weshalb wir hier von Personengruppen sprechen ergibt sich aus der Verwendung des Plurals. Meiner Einsicht nach weist dies auf eine Tatsache hin, die es wieder neu zu bedenken gilt. Es wird nicht davon gesprochen, dass Jesus z.B. den einen und alles übertreffenden Apostel gegeben hat. Die Mehrzahl spricht dagegen von Vielfalt und Ergänzungsfähigkeit und –bedürftigkeit. Dies wird in der Darstellung des Sinnes und Zieles erneut aufgegriffen werden, zunächst wenden wir uns den Diensten zu.

Paulus definiert in dem vorliegenden Ephesertext die einzelnen Dienste nicht, dies erscheint uns jedoch als grundlegend in der Beschäftigung mit dem Thema. Aus diesem Grund folgen nun kurze Beschreibungen der einzelnen Dienste.

1.2.1 APOSTEL
Wir beginnen mit dem Dienst der Apostel. Diese zeichnen sich durch ihre Begeisterung für den Bau des Reiches Gottes aus. Sie haben einen Blick für das große Ganze. Dabei verweilen sie nicht so sehr im Augenblick sondern richten ihren Blick nach vorne. Ihre Motivation ist es Gottes Pläne in der Welt umsetzen. Kaldewey spricht davon, dass Apostel eine gestaltende Kraft haben. „Wo ein Apostel ist, werden die Pläne Gottes umgesetzt, sie werden Wirklichkeit, sie nehmen Gestalt an.“ Mit den Propheten zusammen, legen die Apostel das Fundament für Gemeinden.

Apostel sind mobil, das bezieht sich sowohl auf einen möglichen überregionalen Einsatz, als auch darauf, dass sie sich vorstellen können an verschiedenen Orten eine Zeit ihres Lebens zu verbringen. „Das Ziel eines Apostels bleibt, sich zunehmend überflüssig zu machen, um irgendwo neue Bereiche erschließen zu können.“ Aus diesem Grund vernetzen sie auf unterschiedlichen Ebenen: Leiter, Ressourcen, Gemeinden, Menschen, Betriebe.

Apostel beschäftigen sich mit der Gesellschaft und Kultur und entwickeln Prinzipien Gemeinde in kulturrelevanter Weise zu bauen. Sie haben eine Sicht darüber hinaus und gehen in dieser Weise Schritte, so dass die ganze Gesellschaft mit dem Reich Gottes in Berührung kommt.

1.2.2 PROPHETEN
Während Apostel eher auf Prinzipien und Strukturen schauen, achten die Propheten auf das Herz Gottes, das Herz der Menschen und geistliche Vorgänge und Zustände in der Gemeinde und darüber hinaus. Sie legen, wie bereits erwähnt, gemeinsam mit Aposteln die Grundlagen in neuen Gemeinden. „Propheten haben oft die einzigartige Fähigkeit, Dinge zu sehen und zu hören, die andere gar nicht wahrnehmen.“ Sie stellen den Status Quo der Gemeinde auf Grund prophetischer Einsichten in Frage.

Positiv ausgedrückt kann sich diese Tatsache wie folgt anhören:
„Propheten bereiten Gemeinden und Leiter darauf vor, was Gott zu tun gedenkt. So können sie sich vorbereiten, ja, der Erfüllung der Weissagung den Weg ebnen. Diese Art der Prophetie fördert mutiges, hoffnungsvolles und zielbewusstes Handeln. Den vorhandenen geistlichen Energien wird eine Richtung gegeben.“

Durch ihren Dienst entsteht leicht eine leidenschaftliche Atmosphäre. Bei all ihren Aktivitäten ist die Beziehung zu Gott für sie zentral. Sie sind sehr oft kreativ, sowohl in der Art, wie sie leben, aber auch im Bezug auf ihr Wahrnehmen Gottes und den Transport ihrer Botschaften. Gott schenkt ihnen tiefe Einblicke in sein Wesen und seine Gedanken, diese nehmen sie mit einer außergewöhnlichen Schärfe wahr. Aus diesem Grund ist es für Propheten möglich, Menschen konkret mit Gedanken Gottes anzusprechen. Ihre Beziehung zu Gott, und manchmal auch ihre ganze Persönlichkeit, sind geprägt von einer gewissen Emotionalität.

1.2.3 EVANGELISTEN
Evangelisten sind begeistert von Menschen. Sie treffen sich viel lieber mit Menschen, die noch nicht mit Jesus leben, als mit Christen. Sie kommen in aller Regel leicht mit Menschen ins Gespräch, die sie noch nicht kennen. Durch ihre gewinnende Art, entstehen schnell Bekanntschaften, die sich in manchen Fällen auch zu Freundschaften entwickeln. Ihre Leidenschaft ist es, dass Menschen zu Jesus finden.

Leider hat sich in den letzten Jahren das Image der Evangelisten nicht gerade zum Besten entwickelt. Viele erscheinen sehr kämpferisch und werden daher mit Soldaten verglichen. Es existieren Evangelisationsmodelle, die bei näherer Betrachtung den liebenden Respekt dem Menschen gegenüber vermissen lassen. Solche Evangelisationsmethoden führen zu einer gewissen Ablehnung des evangelistischen Dienstes in der Emerging Church. Dieser Bewegung kann in sofern Einhalt geboten werden, dass der Dienst der Evangelisten neu von der Bibel her definiert wird.

Spencer Burke liefert in seinem Buch dazu einige wegweisende Gedanken. Er stellt den Vergleich von Kämpfern und Gärtnern auf. Hierbei legt er Wert, das zukünftige Image von Evangelisten mit Gärtnern zu vergleichen, die treu den Boden bearbeiten und begießen und geduldig auf Wachstum warten. Dabei geht es darum sich um Menschen zu kümmern und sie zu ermutigen, darauf zu achten, dass ihnen das zur Verfügung steht, was sie brauchen um zu keimen und zu wachsen. Und während diesem ganzen Prozess festzustellen, dass das Wachstum ein Geheimnis ist und bleibt. Die Beziehungen die Evangelisten mit Menschen aufbauen, werden nicht instrumentalisiert – um einen weiteren Menschen in die Familie Gottes zu locken – sondern werden auch über Jahre hinweg ehrlich gelebt, auch wenn das Gegenüber scheinbar nicht näher zu Jesus gekommen ist. Nicht zuletzt werden sie immer wieder auf Gott hinweisen, was schon allein aus ihrer lebendigen Beziehung zu Jesus resultiert. Sie werden Situationen erleben, in denen Gott zum Greifen nahe kommt und diese Momente nutzen um ihre Freunde zu ermutigen auf Jesus zuzugehen.

Sie denken im gemeindlichen Kontext für Leute mit, die Jesus noch nicht kennen oder noch keine Erfahrung mit Gemeinde haben. Sie müssen in gewisser Weise freigestellt sein, um Zeit und Energie für Menschen zu haben, die noch nicht in die Gemeinde integriert sind – noch nicht mit Jesus unterwegs sind. Neben all den Beziehungen, die sie selbst pflegen, werden sie andere dazu ermächtigen selbst in ihrem evangelistischen Potential zu leben und zu wachsen.

1.2.4 HIRTEN
Hirten zeichnen sich vor allem durch ihre Sicht für die Gemeinde aus und sind dabei sehr beziehungsorientiert. Sie schaffen eine Atmosphäre in der sich tiefe Gemeinschaft ereignet. In den Räumen, die Hirten schaffen, können sich tiefe Beziehungen entwickeln. Menschen fühlen sich von ihnen verstanden und gewinnen Vertrauen. Dieses Vertrauen nehmen die Hirten ernst, und vertreten auch in Gemeindeprozessen die Interessen verschiedener Gemeindeglieder.

Der einzelne Mensch ist ihnen als Mensch wichtig, dabei geht es ihnen nicht in erster Linie um sein Potential und seine Fähigkeiten. „Der Hirte sieht Gesichter. Er sieht die Augen einzelner Menschen, nicht Projekte, Visionen und Strategien.“ Durch ihre Menschenkenntnis, können sie jedoch auch das Potential von Menschen erkennen und legen Wert darauf, dass diese entsprechend ihrer Gaben gefördert werden. Sie leben stärker im hier und jetzt als Propheten und Apostel, aus diesem Grund werden sie auch eine gewisse Sicherheit ausstrahlen. Sie sind in der Lage lange und tiefe Beziehungen zu pflegen, haben Geduld und können Menschen in seelsorgerlichen Prozessen begleiten.

1.2.5 LEHRER
Lehrer sind intellektuell begeistert von Gott. Sie lieben die Wahrheit und können lange Zeit in der Bibel forschen. Sie lernen um zu lehren. Ständig sind sie auf der Suche nach guten Beispielen um kompliziere Sachverhalte einfach ins Leben zu übertragen.

Kaldewey formuliert die Eigenschaften der Lehrer wie folgt:
„Hier wird uns jemand vor Augen gestellt, der nicht nur viel über die Schrift weiß, sondern auch danach lebt und andere dazu anleitet, es ebenso zu tun. Der Lehrer liebt das Forschen in der Schrift und das Lehren aus der Schrift. In Apostelgeschichte 18,25 fällt das Wort „sorgfältig“ auf, „…lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesus“. Das ist typisch für den Lehrer. Er nimmt es genau mit der Schrift. Er bemüht sich, sie möglichst exakt zu Wort kommen zu lassen.“

Ein wichtiger Aspekt der Lehrer ist ihr Leben, wie Kaldewey hier betont, drückt sich ihre Schriftkenntnis nicht nur im Intellekt aus, sondern zeigt sich an ihrem Leben. So spricht das Leben der Lehrer mindestens genauso laut wie ihre Worte. Die Lehrer bewirken Stabilität und Reife, zum einen da sie selbst Wurzeln haben, die sich tief eingraben. Und zum anderen deswegen, weil sie andere dazu ermutigen und Wege finden sie darin zu bestärken. „Festigkeit, Beständigkeit und Weisheit für das praktische Leben als Christ, das sind die Früchte, die ein echter, biblischer Lehrer bei seinen Zuhörern hervorbringt.“

Die Persönlichkeit der Lehrer zeichnet sich durch Weisheit und Erkenntnis aus. Häufig verhalten sie sich eher zurückhaltend und geben reflektierte Antworten und Kommentare zu bestimmten Sachverhalten ab. Wie bei den anderen Diensten ist es auch bei den Lehrern von großer Bedeutung, dass sie nicht nur selbst ihren Dienst ausführen, sondern andere fördern selbst zu wachsen. Simson schreibt dazu: „Er hat nicht nur eine Passion dafür zu lehren, sondern seine charismatische Begabung liegt darin, andere zu ermächtigen, in dem er sie lehrt, wie man lehrt.“

Nachdem wir nun die fünf Dienste in einer kurzen Betrachtung erläutert haben, wenden wir uns, nach einer Aussage von

Wolfgang Simson, dem Sinn und Ziel der Dienste zu:
„Alle fünf genannten Dienste haben eine sehr eigene und besondere Gabe und damit Aufgabe zugeteilt bekommen, die dazu dient, die einzelnen Gemeinden und die Gesamtheit der Gemeinden zum Dienst zu befähigen. In der Praxis sieht es so aus, dass dazu die Dienstbegabten durch die Hauskirchen und Gemeinden zirkulieren wie das Blut in einem gesunden Blutkreislaufsystem, wo den Zellen ständig neue Nährstoffe und Sauerstoff zugeführt werden.“

1.3 SINN UND ZIEL DER DIENSTE
So wie der Blutkreislauf dafür da ist, den ganzen Körper mit Sauerstoff zu versorgen, haben auch die fünf Dienste einen Sinn und damit verbunden ein Ziel. Der fünffältige Dienst ist meiner Einsicht nach ebenso lebensnotwenig, wie ein gesunder Blutkreislauf.

Die fünf Dienste sind gegeben, damit sie die Heiligen ausrüsten ihren je eigenen Dienst auszuführen, was zur Erbauung des Leibes Christi führt. Es geht, wie bereits erwähnt, nicht darum, dass jeder alleine in seinem Dienst dient, sondern gerade die Menschen in seinem Umfeld fördert.
Aus dieser Erkenntnis resultiert ein Dienstverständnis, das darauf bedacht ist, in einer solchen Weise zu dienen, dass andere ihr Potential ausleben können.

Simson führt dazu folgendes aus:
„Anstatt andere zu lehren, wie man lehrt, lehren sie nur. Anstatt andere auszubilden, wie man evangelisiert, evangelisieren sie selbst. Anstatt andere Menschen anzuleiten, wie man prophezeit, prophezeien sie selbst und ziehen weiter, ohne Prophetenjünger zurückzulassen. Dies wirkt nicht nur als ein schlechtes Vorbild, das andere automatisch kopieren werden, sondern lässt eine schale Leere sowohl im „Lehrer“ als auch im „Schüler“ zurück, weil einmal mehr keine Dienstverpflanzung stattgefunden hat, sondern eine Dienstvorführung.“

Die, in manchen Kreisen existierende hierarchische Vorstellung der fünf Ämter, wird von Paulus in keiner Weise unterstützt. Eine Rückbesinnung auf den biblischen Text und die nahe liegende Auslegung führt zu einem Verständnis des fünffältigen Dienstes, der von Ergänzungsbedürftigkeit und einem stark dienenden Aspekt geprägt ist. Die Menschen, die in diesem Sinne als Geschenke gegeben wurden, sind daher in erster Linie Trainer und Vorbilder. „Paulus brennt dafür, dass die ganze Gemeinde ausgerüstet, mündig und erwachsen wird.“ Dabei ist es auch von Bedeutung zu fragen, ob wir bereit sind den Menschen dabei zu helfen über unsere eigenen Fähigkeiten und Angebote hinauszuwachsen? Oder ob es genügt, sie dazu zu befähigen dort zu bleiben wo sie sind, und sie auf diese Weise weiter abhängig von uns zu halten?

Jesus ist daran gelegen durch den fünffältigen Dienst das Wachstum des Leibes Christi voranzubringen, so dass es zu einer Selbstauferbauung des Leibes in Liebe kommt.

Das Wachstum des Leibes erstreckt sich auf zwei Bereiche, die ihrerseits eng zusammenhängen: Jüngerschaft und Mündigkeit. Jeder Christ wird darin unterstützt mehr zu Jesus hin zu wachsen, ihn besser kennen zu lernen, ihm ähnlicher zu werden. Dadurch, dass er Jesus auf unterschiedlichen Ebenen erfährt wird seine Beziehung zu ihm tiefer und er wird ihn mehr lieben. Dieser Wachstumsprozess führt gleichzeitig dazu, dass der Christ mündig wird. Er bekommt ein tieferes Verständnis von Jesus und der Bibel. Dies versetzt ihn in die Lage seine Situation und die Dinge, die ihm begegnen einzuschätzen, was ihn sicherer macht. Beachten wir dazu die Vielfalt die in den Diensten angelegt ist, wird deutlich, dass der Leib Christi auf eine ganzheitliche Weise wächst. Das Wachstum beschränkt sich nicht nur auf die so genannten „geistlichen Aspekte“, sondern hat Einfluss auf alle Lebenszusammenhänge.

Dem fünffältigen Dienst kommt meiner Einsicht nach eine Schlüsselbedeutung im Gemeindebau zu. Bezogen auf die Vielfalt und die Erfüllung des Ziels des fünffältigen Dienstes ist es notwenig, dass alle fünf Dienste vorhanden sind.

Kaldewey bringt das im Bezug auf die Entwicklung einer Gruppe so zum Ausdruck:
„Es ist klar: Wenn eine Gruppe von Gläubigen nicht nur mit einem oder zweien dieser fünf Finger, sondern mit allen fünf, mit der ganzen Hand, in Berührung kommt und von ihr gestaltet wird, werden innerhalb dieser Gruppe viel mehr Gaben und Kräfte erkannt, freigesetzt und gefördert.“

Fehlt einer dieser Dienste bekommt die Gemeinde und mit ihr der Leib Christi eine Schräglage. Sie steht und wächst nicht mehr in dem was Jesus ursprünglich gedacht hat. Meiner Einsicht nach empfiehlt es sich demnach alle fünf Dienste in einer Gemeinde vertreten zu haben. Ist dies nicht möglich, oder zu gegebenem Zeitpunkt nicht der Fall, sollt darauf geachtet werden, sich in dem schwach vertretenen Bereich Ergänzung zu organisieren.

Das Ziel des fünffältigen Dienstes liegt meiner Einsicht nach darin, den angesprochenen Kreislauf der Selbstauferbauung des Leibes anzuregen. Also durch die Ausrüstung der Heiligen die Möglichkeit zu schaffen, dass diese sich wieder um andere kümmern und der Leib sich dadurch quasi automatisch selbst auferbaut.

Abschließend zum Sinn und Ziel des fünffältigen Dienstes soll noch einmal Kaldewey zitiert werden, der an dieser Stelle zusammenfasst, wohin jeder der einzelnen Dienste den Christen führt:

„Der Apostel führt ihn in die Weite (zu der großen Vision), der Prophet in die Höhe (um Gott zu erleben), der Lehrer in die Tiefe (auf den Boden des Wortes), der Hirte in die Breite (zum Bruder), der Evangelist in die Welt (zu allen Menschen).“
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